Aktuell
Jährliche Demo für eine echte Ernährungswende

Während der Grünen Woche in Berlin
Jedes Jahr zur Internationalen Grünen Woche in Berlin findet die Demonstration für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Ernährung statt. Auch dieser Blog ruft regelmäßig zur Teilnahme auf – denn eine Ernährungswende vom Acker über die Küche bis auf den Teller lässt sich nur gemeinsam gestalten.
Es reicht nicht, an einem einzelnen Baustein zu drehen – zum Beispiel, indem man fordert: „Wir ernähren uns zu XX % biologisch.“
Die Realität in den Küchen der Gemeinschaftsverpflegung sieht anders aus: Sie arbeiten heute weitgehend mit Convenience-Produkten und sind technisch dafür ausgelegt. Wenn wir mehr Bio-Lebensmittel einsetzen wollen, brauchen diese Küchen vorverarbeitete Produkte – in großen Mengen. Das steht jedoch im Widerspruch zur Förderung einer kleinteiligen, bäuerlichen Landwirtschaft.
Was heißt das konkret?
Damit echte Veränderung möglich wird, müssen Großküchen anders geplant und ausgestattet werden. Nicht nur Kochen, Braten, Frittieren oder Backen – auch Basisschritte wie Gemüse putzen und schälen, Fleisch wolfen oder Gemüsepatties selbst herstellen müssen wieder Teil des Küchenalltags werden. Diese Verfahren sind in vielen Küchen verschwunden.
„Mehr Bio“ braucht also mehr als Bio-Produkte – es braucht neue Strukturen.
Dazu gehört ein grundlegender Perspektivwechsel:
Was möchte ich meinen Gästen servieren? Welche Rohwaren kaufe ich ein?
Daraus ergeben sich Rezepturen, Herstellungsverfahren, Geräteeinsatz – und letztlich die gesamte Küchenplanung. Küchenplanung muss vom Teller her gedacht werden.
Deshalb beschäftigt sich dieser Blog ganz bewusst mit der gesamten Wertschöpfungskette: vom Acker über die Küche bis zum Teller.
Denn nur wenn wir Ernährung ganzheitlich und vernetzt betrachten, wird echte Veränderung möglich.